Unser Engagement - Schule und Projekte
Engagement für Bildung, Gesundheit, Kultur und Natur in Dolpo
Der Tapriza Verein in der Schweiz wurde 1988 gegründet, um die zeitgleich entstandene Tapriza Schule im abgelegenen, nepalesischen Distrikt Dolpo finanziell zu unterstützen. Die vom Staat anerkannte Schule bildet im Internatsbetrieb rund 200 Kinder ab dem Kindergarten bis zur 10. Klasse aus. Der Tapriza Verein Schweiz arbeitet dafür eng mit der nepalesischen NGO TASHI-D zusammen. Die NGO führt über einen demokratisch gewählten Vorstand die Tapriza Schule und weitere, lokale Projekte.
Sehr bald nach der Vereinsgründung kamen Projekte in der Region hinzu, die auch Erwachsenen Aus- und Weiterbildungen ermöglichen, die lokale Infrastruktur und Gesundheitsversorgung verbessern, sowie Kulturgüter und Bräuche erhalten. Damit stärkt der Tapriza Verein Schweiz zusammen mit TASHI-D die gesamte Region um den Phoksumdo-See.
Finanziert wird die Schule durch Elternbeiträge, durch Lohnzahlungen der Lehrer durch den nepalesischen Staat und durch Spenden des Tapriza Vereins Schweiz und seinen Partner*innen.
Warum unterstützen wir?
Im Gebirge Nepals sind viele Gebiete schwer zugänglich. Es fehlen oft Strassen, Strom und Wasserversorgung. So auch in der Region um den Phoksumdosee in Dolpo. Das verteuert das Bauen. Es macht aber auch die Schulen für Lehrpersonal wenig attraktiv, die für Monate weit weg von ihren Familien leben müssen. Dementsprechend schwierig ist es, genügend qualifizierte Lehrpersonen zu finden. Der Tapriza Verein Schweiz hilft, die durch die abgelegene Lage entstehenden Mehrkosten für Bau, Unterhalt und Personalkosten zu finanzieren.
Ziele und Wirkung
Die Region um den Phoksumdo-See ist bäuerlich geprägt, ältere Generationen verfügen oft über eine nur geringe oder keine Schulbildung. Die meisten Familien erwirtschaften ihr Einkommen über die Landwirtschaft, ergänzt durch Handel mit China. Die nepalesisch-chinesische Grenze liegt nur drei, vier Tagesmärsche entfernt. Seit der Corona-Pandemie hat der landesinterne Trekking-Tourismus an Bedeutung gewonnen.
Dank der soliden Grundausbildung an der Tapriza Schule eröffnen sich ehemaligen Schülerinnen und Schüler neue Berufsfelder. Durch Weiterbildungsangebote profitieren auch Erwachsene. Sei es zum Beispiel als Hostel-Betreiber, Tour-Organisatoren, aber auch in technischen Bereichen wie der Installation von Solaranlagen oder im Gesundheitsbereich. So erreicht die Unterstützung des Tapriza Vereins Schweiz einen deutlichen Bildungszuwachs in der gesamten Region.
Mit dem Einsatz für den Erhalt der Kulturgüter und der lokalen Bräuche und der Bön-Religion steigt der Stolz der Bevölkerung auf ihr eigenes Erbe. Damit einher geht ein stetig wachsendes Demokratieverständnis und Selbstbewusstsein der Menschen. Die verbesserte Gesundheitsversorgung hilft unter anderem mit, die Kinder- und Müttersterblichkeit in der Region deutlich zu senken.