Gesundheit
Seit der Gründung der Schule ist es unser Bestreben, die gesundheitliche Situation der Bevölkerung von Phoksumdo zu verbessern, soweit es unsere finanziellen und personellen Ressourcen erlauben. Seit 2013 verfügen wir in Tapriza Schweiz über ein Gesundheitsteam, das strategisch für die Weiterentwicklung unserer Projekte verantwortlich ist.
Wir unterstützen seit über 20 Jahren die tibetische Medizin der Amchis, haben Gesundheitszentren aufgebaut und vergeben Stipendien an Schulabgänger*innen aus der Tapriza Schule oder Dolpo, die eine Ausbildung im medizinischen Bereich anstreben. Zudem arbeiten wir mit verschiedenen nepalesischen und internationalen Organisationen in der Aufklärungs- und Präventionsarbeit zusammen. Unser Vorstandsmitglied Claudia Schmid und ehemals Dr. Hans Marty sowie Dr. Peter Abbühl setzen sich speziell für Gesundheitsprojekte und die Finanzierung derselben eingesetzt. Inzwischen haben sie eine eigene NGO Dolpo Care gegründet, mit der wir zusammenarbeiten. Wo möglich koordinieren wir uns auch mit anderen NGOs.
Gesundheit und Infrastruktur
- Gesundheitsposten unterstützen
- Tibetische Medizin unterstützen
- Tiermedizin unterstützen
- Ausbildung der Kinder in lokaler Kräuterkunde
- Infrastrukturprojekte: Wasser, Strom, Brücken, Wege
- Ökologische Vielfalt unterstützen
- Erwachsenenbildung in lokalem Handwerk
- Erwachsenenbildung in div. Themen
Tibetische Medizin
Seit die Medizinklinik in Chunubar gleich neben der Schule 2006 ihre Förderung von People and Plants Initiative und WWF Nepal verlor, haben wir die Klink und auch die dort arbeitenden Amchis unterstützt.
Da die Amchis Mönche sind und keine wirtschaftlichen Tätigkeiten ausüben dürfen, helfen wir mit Essensbeiträgen, sodass sie häufiger in der Klinik bleiben können.
Die Amchis unterrichten an der Tapriza Schule über Lokalkultur, Pflanzenkunde und Medizin. Schüler*innen helfen ihnen beim Sammeln der Pflanzen und lernen dabei deren Nutzung kennen.
Die Anfänge: Gesundheitsposten
Seit 2007 haben wir mit Hilfe von Spenden den Gesundheitsposten neben der Amchi Klinik ausgebaut. Hier wurden Räume zur Abklärung und Behandlung errichtet. Der Posten war betreut durch einen Gesundheitsmitarbeiter des Departements. Da dieser nur selten da war, haben wir dazu noch eine Krankenschwester, Pasang Dolma, angestellt. Sie ist eine ehemalige Tapriza Schülerin und erhielt von uns Stipendien für ihre Krankenschwesternausbildung.
Da die Sterberate von Mutter und Kind bei Geburten in Dolpo sehr hoch war, haben wir in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsdepartement und den Organisationen One Heart World Wide und Dolpo Tulku Charitable Foundation die Gesundheitsdienste ausgebaut. Es entstanden eine zentrale Geburtsklinik bei unserem Gesundheitsposten und zwei Aussenposten in den Dörfern Ringmo und Pugmo für ambulante Behandlungen. Wir haben lokale Krankenschwestern mit der Hebammenausbildung unterstützt und auch Ultraschallgeräte installiert.
Neue Regierungsklinik
Im Jahr 2019 eröffnete die Regierung unterhalb der Schule einen neuen Gesundheitsposten. Damit ist ein grosser Schritt in die richtige Richtung geschehen und die gesundheitliche Versorgung in Dolpo hat sich verbessert. Der Lohn von "unserer" Krankenschwester Pasang Dolma wird nun teilweise von der Regierung übernommen. Wir übernehmen noch immer einen Teil ihres Lohnes, denn sie kommt regelmässig an die Schule und ist für die gesundheitliche Versorgung unserer Schüler und Schülerinnen zuständig. Ihre regelmässige Anwesenheit ist eine grosse Entlastung für die Schulleitung.
Aufklärung und medizinische Camps
Am Gesundheitsposten und an der Schule unterstützen wir regelmässig Aufklärungs- und Präventionskampagnen. Dabei stellen wir teilweise finanzielle Mittel, Räumlichkeiten oder Personal zur Verfügung. Die Veranstaltungen behandeln Themen wie die Prävention von Krankheiten (z. B. AIDS, Tuberkulose, Hepatitis), Schwangerschaft, Geburt, Menstruation sowie weitere gesundheitliche Anliegen.
In Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Ärzten organisieren wir zudem immer wieder medizinische Camps, bei denen die Menschen aus der Region direkt Zugang zu medizinischer Hilfe erhalten. So wurden beispielsweise Augenoperationen zur Behandlung des Grauen Stars durchgeführt.
Stipendien
Wir vergeben Stipendien an ehemalige Tapriza Schüler*innen und in Ausnahmefällen auch an andere junge Menschen aus Dolpo, die eine Ausbildung im medizinischen Bereich absolvieren möchten. Sie können kostenfrei in unserem Hostel in Kathmandu wohnen und erhalten zusätzlich einen Beitrag zu den Kurskosten. Ziel ist es, dass sie nach ihrer Ausbildung wieder in Dolpo tätig werden und so zur Verbesserung der medizinischen Versorgung vor Ort beitragen.